Canon MP-E 65mm

Ein Käfer vergräbt seinen Kopf in einer Blüte. Aufgenommen mit dem Canon MP-E 65mm Objektiv.

Schon während meiner Anfangszeit der Fotografie faszinierten mich Objektive mit eher speziellerem Design. So kam es dazu, dass ich mir zu meiner damaligen EOS 40D neben der 50mm f1.4 Festbrennweite Canons Lupenobjektiv MP-E 65mm anschaffte. Inklusive passenden Zangenblitz kein ganz günstiger Spaß.

Das Canon MP-E 65mm Lupenobjektiv ist insofern einzigartig, dass es je nach Länge des Auszuges des Tubus zwischen 1x und 5x vergrößert. Ein umgedrehtes Zoomobjektiv sozusagen. Das Prinzip ist auch quasi dasselbe. Wer sich etwas auskennt, dem wird Retroadapter ein Begriff sein. Hier nimmt man Metallringe um ein Objektiv um 180 Grad gedreht mit der Frontlinse in Richtung Sensor an die Cam zu setzen. Das MP-E 65mm ist die fix-&-fertig Version dieser Lösung, welche Canon für doch einiges an Geld verkauft.

Meine persönliche Spaßlinse

Eine weitere Eigenheit dieses Objektives ist der fehlende Autofokus und die fehlende Bildstabilisierung. Zusätzlich ist der Bereich der Schärfe wirklich minimal. Man spricht hier bei maximalster Vergrößerung von unter 1mm Schärfebereich bei Blende f16. Dies führt wiederum dazu, dass es vor dem Objektiv sehr dunkel wird, ohne Blitz ist man aufgeschmissen, bzw recht schnell in sehr hohen ISO-Bereichen.

Canon EOS 5D Mark III mit mp-e 65mm Lupenobjektiv und MT-24EX Zangenblitz.
Canon EOS 5D Mark III mit mp-e 65mm Lupenobjektiv und MT-24EX Zangenblitz.

Ich nutzte das Objektiv sehr gerne und vor allem häufig zur Makrofotografie von Insekten. Als ich noch in Reutlingen wohnte, waren wie jetzt aktuell in Burladingen, die umgebenden Wiesen & Felder nicht weit. Mit dem Wechsel auf das Vollformat von Canon mit der EOS 5D Mark III verschob sich mein Interesse in der Fotografie mehr in Richtung Menschen. Obwohl ich mir die letzten Jahre regelmäßig vor genommen habe das Objektiv aus seinem Dornröschenschlaf  zu wecken, kam es irgendwie nie dazu.

Technisch herausfordernd

Bis letzten Freitag, da packte mich die Lust auf das Objektiv wieder und ich zog zu den Wiesen rund um den Kornbühl und ich begab mich auf Entdeckungstour mit meiner Lupe. Wie schon mit der 40D arbeitete ich ganz ohne Stativ. Das ist nicht die einfachste Vorgehensweise, da man bis auf wenige Zentimeter an das Fotoobjekt heran muss. Das nicht Verwackeln des Bildauschnittes & gleichzeitige treffen des Schärfebereichs ist eine ziemliche Herausfordung. Spaß macht es genau deswegen, da man vor ganz anderen Herausforderungen steht. Zudem ist die Welt im Kleinen eine sehr große.

Etwas zur technischen Seite der Bilder unterhalb dieses Beitrages. Der Vergrößerungsfaktor liegt zwischen 2x und 4x – leider wird das nicht innerhalb den EXIF gespeichert. Die abgebildeten Insekten sind folglich nur wenige Millimeter groß. ISO zwischen 400 und 2000, je nachdem ob ich etwas vom Tageslicht mit ins Bild bekommen wollte. Belichtungszeit 1/200 Sekunde. Geblitzt wurde mit manuell eingestellten Blitzköpfen des MT-24EX Zangenblitz.

Ich möchte in Zukunft wieder öfters mit meiner Lupe auf Pirsch gehen. Die Bilder welche hierbei entstehen sind doch etwas besonderes.

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